Das Herz eines gesunden Menschen schlägt in der Regel 60 bis 80 Mal pro Minute. Bei Herzrhythmusstörungen gerät es aus dem Takt. Mit moderner Schrittmachertechnologie lässt sich das heute sehr gut behandeln.
Ob zu langsam oder zu schnell, beide Arten von Herzrhythmusstörungen sind gefährlich. Erstere können Ohnmachtsanfälle, Schwindel, Schwächegefühle und sogar ein Aussetzen des Herzschlags verursachen. Letztere bewirken, dass der Puls dauerhaft zu hoch ist und der Körper kontinuierlich unter Stress steht.
„Die Ursachen für Rhythmusstörungen sind unterschiedlich“, so Prof. Eberhard von Hodenberg, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie. „Oft sind Herzklappenfehler, Bluthochdruck, ein früherer Herzinfarkt oder ein schwaches Herz dafür verantwortlich.“ Die Schrittmachertherapie ist die häufigste Form der Behandlung bei verlangsamtem Herzschlag, der Bradykardie. Bei zu schnellem Herzschlag, der Tachykardie, gibt es medikamentöse Behandlungsmethoden. Komplexe Störungen können mithilfe der Ablationstherapie beseitigt werden. Bei Patienten mit drohenden lebensgefährlichen Rhythmusstörungen kann ein Defibrillator implantiert werden, der das Herz überwacht und im Ernstfall durch Schockabgabe lebensrettend eingreifen kann.
Herzschrittmacher bei zu langsamem Herzschlag