Verfahren zur Kreislaufunterstützung werden in der Regel im Rahmen einer schweren akuten Herzinsuffizienz eingesetzt. Sie sind schnell einsatzfähig, wobei durch das Impella-, und ECLS-System eine sofortige Wiederherstellung der Kreislauffunktion erreicht werden kann.
Für eine langfristige Unterstützung der Herzfunktion im Rahmen einer chronischen Herzinsuffizienz bieten implantierbare Pumpen (Ventricular Assist Device) die Möglichkeit einer dauerhaften Kreislaufunterstützung.
Diese Unterstützungssysteme bestehen aus folgenden Teilen:
- Einer Pumpe, welche die Blutzirkulation herstellt und in das Herz eingesetzt wird
- Einer Steuereinheit mit Stromversorgung (Akkus), welche sich außerhalb des Körpers befindet
- Über ein Kabel („Driveline“) wird eine Verbindung zwischen den beiden Teilen hergestellt
Die Pumpe wird im Rahmen einer Operation eingesetzt und liegt vollständig im Körper. Zur Stromversorgung und Steuerung der Pumpe ist ein Kabel („Driveline“) notwendig, welches eine Verbindung von innen nach außen herstellt. Außen befinden sich die Steuereinheit sowie die daran angeschlossenen Akkus. Die „Driveline“ wird an der Bauchdecke seitlich von innen nach außen geleitet.
Die Austrittstelle der „Driveline“ wird durch einen sterilen Verband geschützt und muss regelmäßig steril gewechselt werden, um Infektionen zu verhindern. Durch diese Pumpe wird eine ausreichende Blutversorgung des Körpers hergestellt, wodurch die Beschwerden der Herzinsuffizienz gebessert und ein aktives Leben erzielt werden können. Da die Pumpe aus Metall gefertigt ist, ist eine dauerhafte Blutverdünnung mittels Marcumar erforderlich, um das Risiko für die Entstehung und Verschleppung von Blutgerinnseln zu reduzieren.
Je nachdem, welche Herzkammer betroffen ist, werden folgende Herzunterstützungssysteme unterschieden:
- Linksherzunterstützung („Left Ventricular Assist Device“ = LVAD)
- Rechtsherzunterstützung („Right Ventriclar Assist Device“ = RVAD)
- Beidseitige Unterstützung („Bi-Ventricular Assist Device“ = BiVAD)
Mit dieser langfristigen Herzunterstützung können folgende Ziele verfolgt werden:
- Eine Überbrückung bis zur Herztransplantation (aufgrund einer langen Wartezeit)
- Eine Überbrückung bis zu einer möglichen Erholung der Herzfunktion
- Eine dauerhafte Versorgung (wenn keine Transplantation möglich ist)