Damit der Patient den Zustand der Vollnarkose erreicht, werden ihm in zwei bis drei Stufen Medikamente verabreicht:
- Verabreichung eines Schlafmittels in Kombination mit einem starken Schmerzmittel und einem muskelentspannenden Mittel.
- Kontinuierliche intravenöse Gabe der Medikamente über eine Spritzenpumpe.
- Zusätzlich kann ein Narkosegas verwendet werden.
Da während der Vollnarkose der Atemantrieb aussetzt, muss der Patient künstlich beatmet werden. Die meisten herzchirurgischen Eingriffe erfordern eine Intubation, das heißt, der Anästhesist führt dem schlafenden Patienten einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre ein.
Spezielle Methoden, die im MEDICLIN Herzzentrum Lahr für schwierige Intubationen jederzeit zur Verfügung stehen, sind:
- fiberoptische Intubation über ein flexibles Bronchoskop
- Videolaryngoskopie
- Larynxmasken
Überwachung während der Vollnarkose
Nach der Einleitung der Vollnarkose ist der Anästhesist für die Überwachung der Vitalfunktionen (lebenswichtige Organ- und Kreislauffunktionen) verantwortlich. Im MEDICLIN Herzzentrum Lahr verwenden wir routinemäßig ein EEG-Gerät (Elektroenzephalogramm, BIS-Monitor) zur Überwachung des zentralen Nervensystems während der Vollnarkose.
Risiken und Nebenwirkungen einer Vollnarkose
Eine Vollnarkose kann mit einigen Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein:
- Zahn- und Stimmbandschäden bei der Intubation
- Plötzlicher Blutdruckabfall und Herzrhythmusstörungen
- Entleerung des Mageninhalts in den Rachen, sodass dieser eingeatmet werden kann (Aspiration)
- Nachwirkungen wie Übelkeit, Muskelzittern und Verwirrtheit
- Wachzustände während der Operation