02.06.2020

Bewusster Umgang mit der wertvollen Ressource Blut

Das Herzzentrum Lahr setzt auf „Patient Blood Management“. Das sichert das Wohl der Patienten – und höchste medizinische Qualität.

Weltweit werden Menschen heute älter als je zuvor. Wer alt wird, benötigt aber auch mehr medizinische Eingriffe – und damit statistisch gesehen auch mehr Blutspenden.

Gleichzeitig gibt es aufgrund des demografischen Wandels im Verhältnis weniger gesunde, junge Menschen, die als Blutspender in Frage kommen. Damit es nicht zu Engpässen kommt, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon seit 2011 im Klinikalltag Alternativen zum Einsatz vom Blutkonserven zu verankern. Das MEDICLIN Herzzentrum Lahr praktiziert schon seit 2016 das „Patient Blood Management“ (PBM). Das medizinische Konzept gilt in deutschen Krankenhäusern als Qualitätsindikator.

Es erhöht die Sicherheit von Patienten rund um Operationen und sorgt dafür, dass Bluttransfusionen nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich nötig ist. „Wir haben uns als Klinik hohen Qualitätsmaßstäben verpflichtet, dazu gehört ein sehr bewusster Umgang mit Blutkonserven“, sagt Privatdozent Dr. Jan Hilberath, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Zu den Maßnahmen des Blutmanagements gehören unter anderem die frühe Diagnose und Behandlung von Anämien – „Blutarmut“ – vor verschiebbaren Operationen sowie die Verringerung des Blutverlustes während des gesamten Krankenhausaufenthaltes. Hierfür stehen im Herzzentrum beispielsweise eine moderne Blutgerinnungsdiagnostik und Cell Saver zur Verfügung. Mit diesen „Zellenrettern“ lässt sich das eigene Blut während Operationen sammeln, reinigen und transfundieren.

Dass fortschrittliche Kliniken wie das Herzzentrum gezielt auf fremdblutsparende Maßnahmen setzen, macht sich bereits beim Roten Kreuz bemerkbar: „Wir entnehmen schon seit Jahren immer weniger Blutspenden“, sagt Professor Dr. Michael Müller-Steinhardt, leitender Oberarzt beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen. Nach wie vor werden in Baden-Württemberg aber täglich 1.800 frische Blutkonserven benötigt. Auf keinen Fall dürften die treuen Blutspenderinnen und Blutspender des DRK verunsichert werden: Ihre Spenden sind nach wie vor in vielen Fällen lebensrettend.

Durch gezieltes Blutmanagement erhöhen wir die Sicherheit unserer Patienten.

- Chefarzt Jan Hilberath

Ihr Ansprechpartner

PD Dr. med. Jan N. Hilberath

PD Dr. med. Jan N. Hilberath

Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

MEDICLIN Herzzentrum Lahr