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MediClin Herzzentrum Lahr/Baden

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Nach der Herz-OP

Das Ziel Ihrer Herzoperation ist in der Regel, Ihre Leistungsfähigkeit wieder vollständig herzustellen. Das bedeutet, dass Sie alle Tätigkeiten, denen Sie vor der OP nachgegangen sind, auch hinterher wieder durchführen können. Allerdings kann nicht bei allen Patienten die uneingeschränkte Belastbarkeit des Herzen wieder hergestellt werden.

Individuelles Bewegungsprogramm

Unabhängig davon, zu welcher Gruppe Sie gehören, sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt die Intensität, mit der Sie sich belasten können, bestimmen und Ihr persönliches Bewegungsprogramm erstellen. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Gehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Skiwandern. Dabei sollten Sie sich nur soweit beanspruchen, dass Sie sich während der körperlichen Betätigung ohne Probleme unterhalten können.

Keine Überbelastung des Brustbeins

In den ersten drei bis vier Monaten nach einer Herz-OP verheilt das Brustbein. In dieser Zeit sollten Sie das Brustbein z. B. durch das Tragen schwerer Einkaufstaschen oder Krafttraining nicht überbelasten. Das könnte dazu führen, dass die Brustbeinhälften nicht stabil miteinander verwachsen.

Wie alle Operationsnarben kann Ihre Narbe für eine gewisse Zeit nach der Operation noch überempfindlich oder gefühlsgemindert sein. Diese Beschwerden geben sich mit der Zeit. Kommt es zum Austritt von Flüssigkeit, zur Bildung von Schwellungen oder Rötungen der Narbe, dann sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

Duschen nach sieben Tagen

Duschen können Sie, sobald Ihre Operationswunden verheilt sind. In der Regel ist das bereits sieben Tage nach der Operation möglich. Jedoch sollten Sie Ihre frische Narbe nicht längere Zeit Feuchtigkeit aussetzen.

Kompressionsstrümpfe gegen Ödeme

In den ersten Wochen nach der Operation fördert das Tragen von Kompressionsstrümpfen den Blutabfluss aus den Beinen. Vor allem bei der Venenentnahme am Bein verhindern Kompressionsstrümpfe das Anschwellen der Beine durch Wasserablagerungen (Ödeme).

Wenn Alkohol, dann in Maßen

Die Wirkung mancher Medikamente wird durch den gleichzeitigen Genuss von Alkohol verstärkt. Dies gilt insbesondere für Schlaf-, Schmerz- und Beruhigungsmittel. Alkohol in Maßen jedoch, beispielsweise am Abend ein Glas Rotwein, schadet sicher nicht, sondern wirkt sich sogar günstig auf das Herz-Kreislauf-System aus. Allerdings führt übermäßiger Alkoholgenuss zum Gegenteil.

Reisen gut vorbereiten

Generell steht Reisen nichts entgegen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die geplante Reise. Natürlich ist es weniger risikoreich, in Länder mit einer guten und schnellen medizinischen Versorgung zu reisen, als in solche, in denen ärztliche Hilfe nicht überall und in nicht ausreichendem Maße verfügbar ist.

Wichtig ist, dass Sie die für die Dauer der Reise benötigten Medikamente mitnehmen. Ein Schriftstück mit Ihren Diagnosen in der jeweiligen Landessprache Ihres Reiseziels oder in englischer Sprache erleichtert gegebenenfalls die Verständigung und ermöglicht im Notfall eine schnellere Hilfe.

Sex mit dem vertrauten Partner

Nach einer Bypassoperation ist die Leistungsfähigkeit eines Herzens in aller Regel wiederhergestellt, so dass Sie sich sexuelle Aktivitäten in einem vernünftigen Maß wieder zutrauen können.

Sind Sie in der Lage, ohne Beschwerden innerhalb von 10-15 Sekunden 14 Treppenstufen zu steigen, wobei sich der Pulsschlag auf 110-130 pro Minute erhöht, so brauchen Sie sich bezüglich Ihrer sexuellen Aktivität nicht mehr einzuschränken. Diese Belastung entspricht in etwa der beim Geschlechtsakt mit dem vertrauten Partner.

Autofahren nach zwei Monaten

Nach einer Herzoperation ist es ratsam, etwa zwei Monate lang auf das Autofahren zu verzichten. Um sich selbst und andere nicht zu gefährden, sollten Sie mindestens zwei Stockwerke ohne größere Anstrengung hinaufgehen können, bevor Sie sich wieder selbst hinter das Lenkrad setzen.

Außerdem dürfen keine schweren Herzrhythmusstörungen vorliegen, die durch den unregelmäßigen Herzschlag den Kreislauf so beeinträchtigen, dass daraus größere Blutdruckschwankungen resultieren. Zu Beginn sollten Sie lange und anstrengende Fahrten vermeiden.