Logo MediClin AG
Prävention

Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann jeder von uns vorbeugen. Es sind die guten Ratschläge des Hausarztes, um die wir uns in jungen Jahren meistens noch wenig kümmern. Die Risikofaktoren Rauchen, erhöhtes Cholesterin, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel sollten wir ernst nehmen und angehen. Oft wächst erst mit zunehmendem Lebensalter die Einsicht, dass man durch eine gesunde Lebensweise Ausmaß und Entstehung einer Gefäßerkrankung beeinflussen kann.

Risikofaktor Rauchen

Rauchen
Rauchenvergrößern

Rauchen ist einer der Hauptfaktoren für die Entstehung eines Herzinfarkts, unabhängig von Geschlecht oder Alter. Jede Zigarette erhöht das persönliche Infarktrisiko. Statistisch gesehen verkürzt jede Schachtel Zigaretten das Leben um 2 Stunden und 40 Minuten.

Wer nach einem Herzinfarkt weiter raucht, verdoppelt das Risiko einen weiteren Infarkt zu bekommen.

Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören. Es gibt viele verschiedene Entwöhnungshilfen, Nichtraucherkurse und Angebote von Therapeuten. Auch wenn Sie ganz allein dem Nikotin entsagen, wird Ihr Herz es Ihnen danken.

Risikofaktor Cholesterin

Wie wir inzwischen alle wissen, gibt es das "gute" (High-density-Lipoprotein, HDL) und das "schlechte" (Low-density-Lipoprotein, LDL) Cholesterin. Das "gute" schützt vor einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und das "schlechte" kann die Entwicklung dieser Erkrankung auslösen oder fördern. Die regelmäßige Analyse des Blutfettgehalts ist deshalb empfehlenswert, um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.

Oft lassen sich die Blutfettwerte durch eine ausgewogene fettarme Ernährung kombiniert mit regelmäßiger sportlicher Aktivität im Normbereich halten. Bei erhöhten Blutfettwerten hilft eine strengere Diät mit weniger tierischen Fetten und mehr Obst, Gemüse und Fisch. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, ist zusätzlich die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten unter ärztlicher Kontrolle erforderlich.

Risikofaktor Blutzucker

Menschen mit einer Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus) haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Betroffene über ihre Krankheit informiert sind und ihre Lebensgewohnheiten darauf einstellen.

Lässt sich der Blutzucker nicht durch eine Diät regulieren, so sind blutzuckersenkende Medikamente oder gar Insulinspritzen erforderlich, um mit ärztlicher Hilfe die möglichen Folgeschäden erhöhter Blutzuckerwerte so gering wie möglich zu halten.

Risikofaktor Bluthochdruck

Bluthochdruck
Bluthochdruckvergrößern

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt ein Bluthochdruck bei einem oberen (systolischen) Wert über 140 mmHg und einem unteren (diastolischen) Wert von über 90 mmHg vor. Diese Blutdruckgrenzen gelten auch für ältere Patienten.

Oft sind die Ursachen für den Bluthochdruck unklar. Lässt sich ein erkranktes Organ als Ursache diagnostizieren, kann es zielgerichtet behandelt werden. Der Blutdruck normalisiert sich. Kann die Ursache nicht identifiziert werden, wie in den meisten Fällen, wird die Blutdrucksenkung zunächst mit Maßnahmen wie der Umstellung der Ernährung plus sportliche Aktivität angestrebt. Hilft das nicht, ist die medikamentöse Blutdrucksenkung unter ärztlicher Kontrolle unumgänglich.

Risikofaktor Übergewicht

Uebergewicht
Uebergewichtvergrößern

Übergewicht ist in Deutschland weit verbreitet und begünstigt die Entstehung der anderen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Bluthochdruck, die Zuckerkrankheit und die Erhöhung der Blutfettwerte.

Die sicherste Methode zur Gewichtsreduktion stellt eine kalorienreduzierte, fettarme Kost in Kombination mit sportlicher Betätigung dar.

Wichtig ist, dass die Kalorienzufuhr unter dem Kalorienverbrauch liegt. Dabei sollte man pro Woche nicht mehr als 500 bis 1.000 Gramm Gewicht verlieren.

Risikofaktor Bewegungsmangel

Bewegungsmangel ist eine häufige Ursache, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt. Blutdruck, Zucker- und Blutfettwerte werden durch sportliche Aktivitäten günstig beeinflusst. Regelmäßige Bewegung - mindestens zweimal in der Woche 20 bis 30 Minuten - verbessert die Lebensqualität sowie die körperliche Leistungsfähigkeit und erhöht letztendlich die Lebenserwartung.

Empfehlenswert sind Ausdaueraktivitäten wie zügiges Gehen, Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Herzsportgruppen eignen sich besonders für Herzkranke für ein gezieltes Maß an Bewegung, denn in Gesellschaft macht Sport am meisten Spaß.

Link
http://www.herzzentrum-lahr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1546/1930_read-7224/print-1/