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Kardiotechnik

In der Abteilung für Kardiotechnik am MediClin Herzzentrum Lahr/Baden arbeiten ausschließlich ausgebildete, staatlich geprüfte Kardiotechniker mit der Herz-Lungen-Maschine (HLM), um so den selbst gesetzten Qualitätsanforderungen gerecht werden zu können. Das garantiert eine optimale, blutschonende Versorgung der Patienten.

Hauptaufgabe der Kardiotechniker ist die Führung der Perfusion während der Operation am stillstehenden Herzen. Der Kardiotechniker ist in der Lage, mit der HLM die Funktion eines Herz-Kreislauf-Systems aufrecht zu erhalten, um dem Chirurgen ausreichend Zeit für die aufwendige Operation am stillstehenden Herzen zu gewähren.

Operationen mit der Herz-Lungen-Maschine (HLM)

Die HLM ersetzt während der Operation sowohl die Pumpfunktion des Herzens, die Lungenfunktion als auch, wenn erforderlich, die Nierenfunktion. Der Patient wird an der HLM mit allen notwendigen Substanzen und Medikamenten versorgt, die nötig sind um während der Perfusionszeit einen nahezu physiologischen Zustand zu erhalten. Zur Kontrolle werden viertelstündlich Blutuntersuchungen durchgeführt und eine Vielzahl von Messwerten erhoben und ausgewertet. Die Regulierung der Körpertemperatur über die Bluttemperatur gehört ebenso wie die Steuerung der Blutgerinnung zu den Aufgaben der Kardiotechnik.

Herz-Lungen-Maschine "stand by" bei Operationen ohne HLM

Während aller Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine, z.B. MIC oder LISA steht "stand by" eine einsatzbereite HLM im Operationssaal, die schnellstens angeschlossen werden kann, sollte sich der Zustand des Patienten verschlechtern.

Am MediClin Herzzentrum Lahr/Baden stehen mehrere ausgereifte Systeme zur Verfügung, so dass jedem Patienten ein optimal auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Set zusammengestellt werden kann, um die Gabe von Blutprodukten nach Möglichkeit zu vermeiden.

Überwachung und Steuerung der extrakorporalen Assistenzsysteme

Ein zusätzliches Aufgabengebiet der Kardiotechnik ist die Überwachung und Steuerung der extrakorporalen Assistenzsysteme, die bei Bedarf zur Anwendung kommen. Es steht die IABP zur Verfügung, die sowohl prä- als auch postoperativ implantiert werden kann, um bei schwer geschädigtem Herzen die Vorlast und die Nachlast zu senken und die Perfusion der Koronargefäße zu optimieren, um so die Pumpfunktion zu verbessern.

Für weitergehenden Bedarf steht ein biventrikuläres Assist-Device-System bereit, um einem versagenden Herzen durch Umleitung des Blutstroms die Möglichkeit der Erholung und Besserung zu geben.

Link
http://www.herzzentrum-lahr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1597/1967_read-7227/print-1/